Phishing 2.0: Was die aktuelle Betrugswelle bei Sparkassen-Kunden für Unternehmen bedeutet

Seit dem 8. August 2026 häufen sich Berichte über gefälschte E-Mails im Namen der Sparkassen-Finanzgruppe. Die Nachrichten fordern ein angebliches Sicherheitsupdate für das pushTAN-Verfahren und verweisen auf präparierte Webseiten, auf denen Zugangsdaten abgefragt werden. Besonders bemerkenswert an dieser Welle: Auf den ersten Klick folgt häufig ein Telefonanruf mit gefälschter Absendernummer (Call-ID-Spoofing), in dem die Betroffenen unter Druck gesetzt werden, eine TAN preiszugeben. Das CERT der Sparkassen-Finanzgruppe warnt aktuell ausdrücklich vor dieser Masche und rät, verdächtige Nachrichten zu melden statt zu beantworten. Was zunächst wie ein reines Verbraucherthema wirkt, zeigt ein Angriffsmuster, das zunehmend auch Unternehmen betrifft.

Die neue Betrugsmasche: E-Mail und Telefonanruf im Zusammenspiel

Die Angreifer kombinieren zwei Kanäle gezielt miteinander. Eine Phishing-E-Mail liefert den ersten Zugang zu Daten, ein anschließender Anruf mit gefälschter Rufnummer schafft künstlichen Zeitdruck und Vertrauen. Bei den Sparkassen-Kunden zielt dieses Vorgehen darauf ab, den Registrierungsprozess von pushTAN zu kapern und ein fremdes Gerät unbemerkt mit dem Konto zu verknüpfen, sodass Überweisungen unbemerkt autorisiert werden können. Sicherheitsexperten bezeichnen solche mehrstufigen, kanalübergreifenden Angriffe auch als hybrides Phishing oder Telephone-Oriented Attack Delivery. Diese Taktik ist längst nicht mehr auf Privatkunden beschränkt, sondern findet sich in abgewandelter Form auch im geschäftlichen Umfeld.

Warum Unternehmen genauso im Visier stehen

Dieselbe Vorgehensweise trifft Unternehmen regelmäßig in anderer Form: eine E-Mail zur angeblichen Rechnungsänderung oder zu einem dringenden IT-Sicherheitsupdate, gefolgt von einem Anruf einer vermeintlichen IT-Abteilung, eines vermeintlichen Lieferanten oder gar einer vermeintlichen Führungskraft, der oder die zur schnellen Freigabe einer Zahlung drängt. Gerade Unternehmen mit NIS-2- oder DORA-Pflichten sowie Betriebe auf dem Weg zur ISO-27001-Zertifizierung sind für Angreifer attraktive Ziele, da hier sensible Daten, kritische Prozesse und regulatorische Meldepflichten zusammenkommen. Wird ein solcher Angriff erfolgreich, drohen neben dem finanziellen Schaden unter Umständen auch fristgebundene Meldungen an das BSI. Der Bericht zur Lage der IT-Sicherheit in Deutschland 2025 des BSI hält fest, dass der Faktor Mensch zur Achillesferse der IT-Sicherheit wird und das Risikobewusstsein in der Breite eher sinkt statt steigt. Viele Angriffe nehmen ihren Ausgang bei einer Phishing-Mail, weshalb der Bericht regelmäßige Schulungen ausdrücklich empfiehlt.

Bis zu neun von zehn Cyberangriffen beginnen beim Menschen

Laut BSI beginnen bis zu neun von zehn Cyberangriffen beim Menschen, meist über eine unbedachte Reaktion auf eine E-Mail, einen Link oder einen Anruf. Technische Filter allein reichen deshalb nicht aus, wenn Angreifer gezielt auf menschliches Verhalten unter Druck setzen und dabei bewusst Kanäle wie Telefon und E-Mail kombinieren, um Warnsignale zu verschleiern. Mitarbeitende sind faktisch die letzte Verteidigungslinie, bevor aus einer einzelnen Phishing-Mail ein finanzieller Schaden, ein Reputationsverlust oder ein meldepflichtiger Sicherheitsvorfall wird. Wer sich allein auf Spamfilter verlässt, unterschätzt daher einen wesentlichen Teil des Risikos.

Zwei Schutzebenen, die zusammengehören: Technik und Mensch

Wirksamer Schutz vor hybriden Angriffen wie der aktuellen Sparkassen-Betrugswelle setzt an zwei Stellen gleichzeitig an. AWM Schutz, die mehrstufige E-Mail-Sicherheitslösung von AWM AwareX, filtert Phishing-Mails, Malware und Spam bereits vor dem Posteingang heraus, prüft Anhänge und Links per Sandbox-Analyse auf verdächtiges Verhalten, verhindert über Datenverlustprävention den unbeabsichtigten Abfluss sensibler Daten und sorgt mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung sowie bis zu zehn Jahren manipulationsgeschützter Archivierung für zusätzliche Sicherheit und Nachvollziehbarkeit. Ein Notfall-Postfach hält den E-Mail-Verkehr auch bei Ausfällen aufrecht, und ein integrierter Schutz für Social-Media-Accounts schließt eine oft vernachlässigte Angriffsfläche.

Technik allein schützt jedoch nicht vor einem überzeugenden Telefonanruf, der auf eine zuvor geöffnete E-Mail folgt. Genau hier setzt AWM Sensibilisierung an: realistische Phishing-Simulationen und adaptive Schulungen, die sich an aktuellen Bedrohungslagen wie der beschriebenen Betrugswelle orientieren, vermitteln Mitarbeitenden, worauf es bei kombinierten Angriffen aus E-Mail und Anruf ankommt. Ein Kultur- und Verhaltens-Dashboard gibt Führungskräften einen Überblick über den Sicherheitsreifegrad im Unternehmen, ergänzt um Benchmark-Daten, mit denen sich die eigene Organisation im Branchenvergleich einordnen lässt.

  • Mehrstufige E-Mail-Sicherheit: Anti-Phishing, Anti-Malware und Anti-Spam vor dem Posteingang
  • Sandbox-Analyse für Anhänge und Links sowie Datenverlustprävention (DLP)
  • Realistische Phishing-Simulationen und adaptive Awareness-Schulungen
  • Kultur- und Verhaltens-Dashboard mit Benchmark-Daten für Führungskräfte

Jetzt handeln, bevor die nächste Welle kommt

Betrugsmaschen wie die aktuelle Sparkassen-Welle zeigen, wie schnell sich Angriffsmuster weiterentwickeln und wie gezielt Angreifer mehrere Kanäle gleichzeitig einsetzen. Unternehmen, die ihre E-Mail-Sicherheit und die Sensibilisierung ihrer Belegschaft regelmäßig überprüfen und an aktuelle Bedrohungen anpassen, verringern das Risiko, selbst zum nächsten Fallbeispiel in einem Sicherheitsvorfall zu werden. AWM AwareX unterstützt Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz dabei, technischen Schutz und gelebte Sicherheitskultur zusammenzubringen, getreu dem Leitsatz: „Ihre Sicherheit, unser Service.“

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