BSI-Cybersicherheitsmonitor 2026: KI-Betrug trifft auf Sicherheitslücken bei Mitarbeitenden

Der BSI-Cybersicherheitsmonitor 2026 zeichnet ein deutliches Bild: Cyberkriminalität bleibt für Internetnutzerinnen und -nutzer in Deutschland ein reales Risiko, und Kriminelle setzen zunehmend auf Künstliche Intelligenz. Für Unternehmen, die auf E-Mail als zentralen Kommunikationskanal angewiesen sind, liefert die aktuelle Befragung von BSI und ProPK wichtige Anhaltspunkte, wo Nachholbedarf besteht – insbesondere beim Schutz vor Phishing und KI-gestützten Betrugsmaschen.

Was der Cybersicherheitsmonitor 2026 zeigt

Der Cybersicherheitsmonitor ist eine jährliche gemeinsame Befragung des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und des Programms Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK); 2026 wurde er bereits zum achten Mal durchgeführt. Laut BSI waren im vergangenen Jahr 11 Prozent der Internetnutzerinnen und -nutzer in Deutschland Opfer einer Straftat im Internet. Am häufigsten betroffen waren sie von:

  • Betrug beim Onlineshopping: 22 Prozent der Betroffenen
  • Fremdzugriffe auf Online-Accounts: 14 Prozent
  • Betrug beim Onlinebanking: 13 Prozent
  • Phishing: 12 Prozent

Fast 9 von 10 Betroffenen (88 Prozent) berichteten von einem Schaden, ein Drittel musste einen finanziellen Verlust hinnehmen. Gleichzeitig zeigt die Befragung eine Schutzlücke: Zwar kennen mehr als die Hälfte der Befragten starke Passwörter (55 Prozent) und Antivirenprogramme (54 Prozent) als Schutzmaßnahme, tatsächlich genutzt werden sie aber deutlich seltener (46 bzw. 40 Prozent). Auch die Zwei-Faktor-Authentisierung setzen laut BSI nur 40 Prozent der Internetnutzerinnen und -nutzer ein.

Fokusthema Künstliche Intelligenz: bekannt, aber nicht verinnerlicht

Das Fokusthema des diesjährigen Berichts widmet sich Online-Betrug und Künstlicher Intelligenz – und liefert für die E-Mail- und Kommunikationssicherheit von Unternehmen besonders relevante Erkenntnisse:

  • Bekanntheit KI-manipulierter Videos oder Bilder als Betrugsmethode: von 48 Prozent (2023) auf 55 Prozent (2026) gestiegen – erstmals leicht über der Bekanntheit von Schockanrufen mit KI-imitierter Stimme (54 Prozent)
  • Nur 28 Prozent haben schon einmal gezielt nach Unstimmigkeiten wie fehlerhaften Schatten oder Gliedmaßen in vermeintlich KI-generierten Inhalten gesucht
  • Nur 19 Prozent haben die Quelle eines Bildes oder Videos überprüft
  • Nur 38 Prozent halten es überhaupt für technisch möglich, dass Kriminelle ein KI-System so manipulieren, dass es sensible Daten preisgibt

Besonders aufschlussreich ist die Diskrepanz zwischen Selbsteinschätzung und tatsächlichem Verhalten: Fast die Hälfte der Befragten (47 Prozent) hält sich selbst für fähig, KI-generierte Inhalte zu erkennen – ein knappes Drittel (32 Prozent) hat aber noch nie eine gängige Prüfmaßnahme angewendet. Genau diese Selbstüberschätzung machen sich Angreifer bei CEO-Fraud, gefälschten Rechnungen oder vermeintlichen Nachrichten von Vorgesetzten und Geschäftspartnern zunutze – Betrugsmaschen, die heute technisch überzeugender wirken als noch vor wenigen Jahren.

Was das für Unternehmen in der DACH-Region bedeutet

Für Unternehmen, die unter NIS-2 fallen, DORA-Anforderungen erfüllen müssen oder sich auf dem Weg zu einer ISO-27001-Zertifizierung befinden, ist diese Entwicklung ein zusätzliches Argument, Mitarbeitende gezielt in das Sicherheitskonzept einzubeziehen. Technische Schutzmaßnahmen allein reichen nicht aus, wenn Angriffe zunehmend menschliches Vertrauen statt technischer Schwachstellen ausnutzen. Laut BSI beginnen bis zu 9 von 10 Cyberangriffen beim Menschen – ein Umstand, der durch KI-gestützte, kaum noch als Fälschung erkennbare Nachrichten und Anrufe zusätzlich verschärft wird.

Zwei Bausteine für wirksamen Schutz vor KI-gestütztem Betrug

Wirksamer Schutz setzt deshalb an zwei Stellen an: technisch und beim Menschen.

Mit AWM Schutz sichert AWM AwareX den E-Mail-Verkehr mehrstufig ab: Anti-Phishing- und Anti-Malware-Filter, eine Sandbox-Analyse verdächtiger Anhänge und Links sowie Datenverlustprävention erkennen auch technisch ausgefeilte Angriffe, bevor sie das Postfach erreichen. Ergänzt wird dies durch E-Mail-Verschlüsselung, ein Notfall-Postfach für den Ernstfall sowie eine bis zu zehn Jahre manipulationsgeschützte Archivierung.

Mit AWM Sensibilisierung schließt AWM AwareX genau die Lücke, die der Cybersicherheitsmonitor aufzeigt: realistische Phishing-Simulationen und adaptive Schulungen, die sich an aktuellen Bedrohungen orientieren, trainieren Mitarbeitende darin, verdächtige Nachrichten und Anrufe – auch KI-gestützte – kritisch zu hinterfragen, statt sich auf die eigene Einschätzung zu verlassen. Ein Kultur- und Verhaltens-Dashboard gibt Führungskräften zudem einen belastbaren Überblick über den Sicherheitsreifegrad ihrer Organisation.

Fazit

Der BSI-Cybersicherheitsmonitor 2026 macht deutlich: Cyberkriminalität bleibt verbreitet, und Künstliche Intelligenz macht Betrugsversuche schwerer erkennbar, während das tatsächliche Prüfverhalten der Menschen stagniert. Für Unternehmen bedeutet das, technischen Schutz und Mitarbeitersensibilisierung als sich ergänzende Bausteine zu verstehen.

Sie möchten wissen, wie gut Ihr Unternehmen aktuell gegen KI-gestützte Phishing- und Betrugsversuche aufgestellt ist? Nehmen Sie unverbindlich Kontakt mit AWM AwareX auf – wir beraten Sie gerne zu AWM Schutz und AWM Sensibilisierung.

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